Samstag, 28. März 2015

Simpler DIY Beistelltisch + Gewinner der Stelton Verlosung


Ich finde, um gemütlich auf der Couch lümmeln zu können, gehört neben Kissen und Lieblingskuscheldecke ein kleiner Beistelltisch auf jeden Fall dazu. Sei es als Ablage für das Lieblingsbuch oder für die kleine Nascherei und einen Kaffee zwischendurch.

Und da wir ja schon seit Monaten vergeblich auf der Suche nach dem perfekten Couchtisch sind und dieser weder zu groß, noch zu klein sein sollte und auch nicht so massiv und schwer, wie unser DIY Holztisch aus Paletten, haben wir uns fürs Erste entschieden, einen kleinen Beistelltisch ganz einfach selbst zu machen, der aufgrund seiner Größe auch dann noch passt, wenn wir unseren Traumtisch endlich gefunden haben.





Verwendet dafür habe ich Fichtenholz, welches ich mir schon im Baumarkt auf die benötigten Maße habe zuschneiden lassen.
Auch finde ich es immer schöner, wenn man die Eckverbindungen der Holzleisten sauber in einem Winkel verbindet und so wurden diese noch auf Gehrung gesägt. Ist keine Zauberei und sieht im Endergebnis viel schöner aus.


Da dieser kleine Beistelltisch keiner großen Belastung ausgesetzt wird, reicht es im Grunde auch diesen nur zu leimen. Da er aber sowieso zum Schluß noch eine leichte Farbgrundierung erhalten hat, haben wir die Ablagefläche zusätzlich geschraubt und diese dann verspachtelt.



Emma, unserer süßen Schnarchmaus scheint es auch zu gefallen. Der skeptische Blick ist nur aufgesetzt, den übt sie täglich. :-)





Zum Schluß möchte ich noch gerne den Gewinner der Stelton Verlosung bekanntgeben, die gestern geendet hat. Die Isolierkanne gewonnen hat Carina mit folgendem Kommentar:


Hallo liebe Rebecca, von dieser Kanne schwärmt mir meine Mutter schon so lange vor und ich habe mich dann auch ein wenig verguckt. Die wäre für einen ausgedehnten Osterbrunch bestimmt perfekt. Da ich am liebsten backe und etwas Süßes an Ostern nicht fehlen darf, wäre auf meinem Ostertisch die Rice Tortenplatte in türkis zu finden! Lg Carina
http://raspberrysue.wordpress.com


Liebe Carina, bitte schick mir doch deine Adresse, damit ich diese dann auch gleich weiterleiten kann. Viel Freude mit der Kanne wünsch ich dir!




Euch wünsche ich ein wunderschönes Frühlingswochenende! 
Unser Wetterfrosch hat sich dieses Mal ordentlich vertan und statt Regen und Kälte hatten wir heute Sonnenschein satt. So darf es jetzt ruhig weiter gehen. :-)

Alles Liebe für Euch,
Rebecca


Donnerstag, 26. März 2015

[Nachmachtipp] DIY Handlettering von Jeannette Mokosch


Es ist unübersehbar einer der Trends des vergangenen Jahres:
Handlettering - die kleine Schwester der Kalligraphie.

Zur Zeit sieht man es überall, dabei war es schon immer in unserem Leben präsent.
Früher sogar stärker als heute, weil damals alle Logos, Schilder, Plakate etc. ausschließlich mit Hand geschrieben wurden. Heute werden bevorzugt kurze Sätze oder ein schönes Zitat handgeschrieben, weil es so natürlicher, individueller und perfekt unperfekt ist. Auch mein Logo wurde von Kerstin (invisibly.at) handgeschrieben und mithilfe eines Bearbeitungsprogramms digitalisiert.

Für meinen heutigen Nachmachtipp habe ich mir jedoch Verstärkung vom Profi geholt:
Wie ihr euer eigenes Handlettering Kunstwerk erstellen könnt, zeigt euch nämlich heute die wunderbare Jeannette Mokosch, die eine Meisterin des schönen Schreibens ist und daher einen spannenden Beitrag exklusiv für euch geschrieben hat.
Jeannette zeigt euch neben hilfreichen Tipps und Tricks, welche Materialien ihr für den Anfang benötigt und stellt ihre Art der Digitalisierung anhand von Photoshop vor.

Viel Freude beim Lesen und Ausprobieren und ein herzliches Danke an dich, liebe Jeannette!
Rebecca





Immer häufiger sieht man in Bloggrafiken oder hübschen Magazinen den Gebrauch von Handlettering-Elementen. Wie ihr einfach und schnell eine eigene Handlettering-Anfertigung herstellen könnt, z.B. ein Kunstdruck für die Wohnung, möchte ich heute mit euch teilen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch recht herzlich bei der lieben Rebecca bedanken, einer wahren DIY-Expertin, die mit viel Gespür für liebevolle Details stets großartige Selbermachtipps bereithält.
Hier haben sich also zwei kreative Köpfe gefunden, die euch ganz viel Spaß mit diesem Tutorial wünschen:

Zu den Materialien:

Pinsel:

Am besten probiert ihr verschiedene Pinsel aus und wählt den, der in euren Augen die schönsten Ergebnisse erzielt.
Ich persönlich verwende meist den DaVinci Pinsel Nr.6, denn mit seiner dünnen Spitze und dem etwas dickeren Ende kann man sowohl feine, als auch dicke Linien zeichnen. Für grobe Effekte nehme ich einen uralten Borstenpinsel, der inzwischen so abgenutzt ist, dass er raue, kratzige Spuren hinterlässt. Natürlich könnt ihr auch einen Brush Pen (Wie auf der Grafik abgebildet, z.B. von Pentel) erwerben. Dabei handelt es sich um einen Pinselstift mit eigener Farbkatusche, der den Vorteil hat, dass ihr ihn auch unterwegs gebrauchen könnt, ohne all die anderen Materialien mitschleppen zu müssen. Voraussetzung ist dieser Brush Pen aber auf gar keinen Fall, ich selbst greife sogar häufiger zum Pinsel, weil die Möglichkeiten mit Wasser, Farbe und Pinsel vielfältiger sind.


Papier:

Verwende unbedingt ein sehr festes Papier, da mit viel Wasser und Farbe gearbeitet wird und das Papier ansonsten schnell aufweichen oder reißen würde. Am besten eignen sich tatsächlich Aquarellblöcke, die an den Seiten geklebt sind, damit sich das Papier nicht wellen kann. Ein schöner zusätzlicher Nebeneffekt: Die Struktur von Aquarellpapier hinterlässt tolle Effekte.


Farbe:

Jede haushaltsübliche schwarze Wasserfarbe, ob aus der Tube oder dem Tuschekasten, eignet sich prima. Eine andere saubere und günstige Lösung ist die Black India Tusche (Erhältlich u.a. bei Obi).
Sie eignet sich zwar nicht so gut für Kalligrafiearbeiten, aber für Brushlettering-Projekte ist sie super und immer gleich einsatzbereit.


Bildbearbeitung:

Du benötigst einen Scanner (Die besten Ergebnisse erzielt man bei einer Auflösung von 600 dpi oder höher) und ein Bildbearbeitungsprogramm (Für dieses Tutorial verwende ich die Photoshopversion CS6)




Nun kannst du loslegen:

Einfache Pinselführung auf altem Papier sind die besten Einsteigerübungen. Bevor Du kunstvolle Buchstaben schreibst, würde ich Zickzacklinien, Wellen oder Schlaufen malen, damit Du ein Gefühl für deinen Pinsel bekommst. Generell kannst Du darauf achten, dass der Pinseldruck zunimmt, wenn Du ihn nach unten führst und der Druck nachlässt bei Linien, die nach oben gehen.

Zusätzlich steht an meinem Arbeitsplatz ein Teller mit etwas Wasser, auf dem ich die schwarze Farbe verwässern kann, was hübsche Aquarelleffekte erzielt. Erschrick nicht, wenn die schwarze Farbe auf dem Papier viel weniger Deckkraft hat, als Du Dir das vorgestellt hast und Dir die Ergebnisse zu blass erscheinen. Das ist ganz normal und wird später im Bildbearbeitungsprogramm nachgebessert.

Auch über die Anordnung der einzelnen Worte musst Du Dir nicht den Kopf zerbrechen, denn auch das wird später in Photoshop geändert. Konzentriere dich ganz auf das Wort, das Du, wenn es Dir hilft, auch mit Bleistift vorzeichnen kannst.
Mich persönlich stören aber die Vorzeichnungen, denn die Arbeit mit dem Pinsel lebt ja gerade von unperfekten Ergebnissen.


Ein kleiner Tipp: Weniger ist mehr!

Worte haben die schönste Wirkung, wenn sie sich entfalten können und Platz haben.
Ein bis zwei Worte reichen für ein DIN A4 Blatt völlig aus, denn je weniger Platz Du hast, desto mehr musst Du bei den Buchstaben quetschen.




Technik:

Die getrockneten Handletteringwerke scanne ich mit 600dpi Auflösung in Graustufen ein und öffne die Originalgrafik auf einer weissen DINA4-Hintergrundebene in Photoshop.
Falls Du nicht in Graustufen scannen kannst, verringere die Sättigung des Bildes auf 0.

Nach dem Rastern der Scan-Ebene verwende ich die Tonwertkorrektur ( Unter: Bild - Korrekturen - Tonwertkorrektur)




Die oberen Regler verschiebe ich solange, bis ich meinen gewünschten Effekt bekomme.

Nach diesem Schritt sollte die Papierstruktur fast ganz verschwunden sein.
Mit dem Radierer kannst Du verbliebene sichtbare Spuren des Papiers entfernen, wie z.B. den Rand des Scans, der nach der Bearbeitung auch auf meiner Beispielgrafik noch sichtbar ist.


Für die Anordnung der Worte verwende ich das Lasso-Werkzeug, mit dem ich grob das Wort umrande, kopiere und in einer neuen Ebene öffne. Auf diese Weise kann ich Texte im Nachhinein setzen, bis sie mir gefallen.

Zur Überprüfung mache ich am Ende meiner Arbeit einen Probedruck und untersuche das Blatt nach Stellen, die nicht sauber geworden sind und bearbeite die Grafik ggf. nach.

Ganz viel Freude bei der Erstellung eurer eigenen Handlettering-Projekte,
bei Fragen stehe ich euch natürlich gerne zu Verfügung.

Von Herzen eure Jeannette
www.jeannettemokosch.com




Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...